Gazprom

12.11.2016

Trotz Überlegenheit: U17 torlos gegen RWE

Mit 0:0 trennte sich am Samstagnachmittag (12.11.) die U17 der Knappen von Rot-Weiss Essen. Dabei hatte der S04 vor allem im zweiten Durchgang hochkarätige Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch in einer äußerst spannenden Schlussphase wollte der verdiente Treffer für das Team von Chef-Trainer Stephan Schmidt einfach nicht fallen.

Torloser erster Durchgang


Beide Teams starteten engagiert in eine sehr intensive erste Hälfte. Schalke war das überlegene Team, jedoch fehlte es im letzten Drittel etwas an Zielstrebigkeit. So drang beispielsweise Okan Yilmaz über links in den gegnerischen Strafraum ein, dribbelte sich auf dem Weg zum Tor jedoch fest, so dass Keeper Marcel Lotka keine Probleme damit hatte, den Ball aufzunehmen (14.). RWE kam hingegen eher durch Standardsituationen in die Nähe des Schalker Tores, da die Defensive einen guten Job machte. Auf der Gegenseite waren die Knappen bestrebt, immer wieder Nadelstiche zu setzen und kombinierte sich streckenweise gut durch die gegnerische Verteidigung.

Am Strafraum allerdings agierten die Schalker ein ums andere Mal zu kompliziert, spielten beispielsweise zu spät ab und suchten zu selten den Abschluss. Anders in einer Szene von Justin Neiß, in der der Offensivmann jedoch im gegnerischen Sechzehner stehend links am Tor vorbei zielte (22.). Oder wenige Minuten später, als Andriko Smolinski einen Querpass scharf hereinbrachte und Münir Levent Mercan im Zentrum den Ball nicht über die Linie drücken konnte (26.). „Man muss deutlich sagen, dass wir uns auf einem sehr schwer bespielbaren Platz in der ersten Halbzeit schwergetan haben, weil wir die falschen Werkzeuge benutzt und einfach zu kompliziert gedacht haben“, erklärte Schmidt. „Dementsprechend konnten wir nicht den nötigen Druck aufbauen.“

Vielzahl an Chancen bleibt ungenutzt

Im zweiten Durchgang hatten die Blau-Weißen viel mehr Zugriff und dementsprechend auch deutlich bessere Möglichkeiten. Den Auftakt machte Ahmed Kutucu mit einem Schuss aus kurzer Distanz, der rechts am Tor vorbei ging (43.). Dann brachte Umut Yildiz nach starkem Antritt über links einen Querpass scharf in den Essener Strafraum, aber ein Verteidigerbein war dazwischen (53.). Der eingewechselte Mick Gudra spielte einen Doppelpass mit Yilmaz, aber diesmal war der Keeper zur Stelle (58.). Auf der anderen Seite dann die erste große Chance der Gäste: Alkan Talas nahm von halbrechts Maß, doch Schlussmann Yannic Lenze lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über sein Tor (59.). Schalke drückte weiter. Doch weder der Freistoß von Kutucu (66.) noch der abgefälschte Ball von Gudra (67.) fanden ins Ziel.

Schalke: Lenze - Smolinski, Beckenbauer, Göring, Riemer - Neiß (51. Gudra), Mercan, Ahrend, Yildiz (56. Wellers) - Yilmaz (62. Haferkorn), Kutucu

Die Möglichkeiten in der Schlussphase wurden immer hochkarätiger. Kutucu brachte eine Ecke zielgenau auf den am langen Pfosten lauernden Jan Wellers, der jedoch ebenso seinen Meister in Keeper Lotka fand (71.) wie auch Gudra, der es mit einem Abschluss aus dem Gewühl heraus versuchte (77.). Anschließend schraubte sich Henry Haferkorn nach einem hohen Anspiel in die Höhe und platzierte einen Kopfball, den Lotka jedoch mit der Hand noch so eben an den linken Pfosten bugsierte, von wo aus er wieder ins Feld sprang (78.). „ Man hat gesehen, dass meine Mannschaft natürlich das Spiel gewinnen wollte“, resümierte Schmidt. „Vor allem in den letzten 20 Minuten wollte der Ball jedoch partout nicht ins Tor. Wir hatten sehr gute Chancen. Deswegen müssen wir heute mit dem Ergebnis leben, auch wenn wir weder mit dem Spielverlauf noch mit dem Resultat zufrieden sind.“

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