Gazprom

17.12.2016

U23 holt Punkt beim BVB

Versöhnlicher Jahresabschluss bei der U23: Das Team von Chef-Trainer Jürgen Luginger holte im Nachholspiel des 17. Spieltages beim Tabellendritten Borussia Dortmund ein 0:0. Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen und die Königsblauen zeigten eine ebenso engagierte wie kämpferische Leistung.

Wenig Torraumszenen und keine Treffer

In der Schalker Startelf gab es zwei Überraschungen: Der wiedergenesene Patryk Dragon und Michael Olczyk feierten ihr Startelf-Debüt. Während Olczyk links in der Viererkette agierte, kam Dragon im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Der erste Durchgang begann recht ausgeglichen. Kurz nach dem Anpfiff versuchte sich Sidney Sam mit einem Abschluss, zielte aber unten links am Tor vorbei (1.). Darüber hinaus spielte sich sehr viel im Mittelfeld ab. Nach rund zehn Minuten nahmen die Gastgeber das Heft etwas mehr in die Hand, ohne jedoch zu zwingenden Situationen zu kommen.

Der BVB setzte sich phasenweise in der Schalker Hälfte fest und kombinierte geduldig, doch die Knappen verteidigten aufmerksam und ließen in der Defensive nichts anbrennen. Tobias Pachonik leitete nach einer guten Viertelstunde einen Entlastungsangriff ein, traf aber ebenfalls unten links vorbei (19.). Etwas später schaltete sich Dragon in die Offensive ein, verlor jedoch den Ball. Florian Bohnert eroberte ihn zurück und hob die Kugel in den Strafraum, wo Dragon verpasste (31.). S04-Keeper Timon Wellenreuther musste kurz vor der Pause zum ersten Mal eingreifen, als ein Eckball von der rechten Seite in seine Arme verlängert wurde (41.).

BVB mit etwas mehr Anteilen, S04 mit guter Defensive

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Schalke verteidigte weiterhin kompakt und attackierte den ballführenden Spieler früh. Die erste Möglichkeit ging ebenfalls auf das Konto der Knappen, da Pachonik einen Ball aus dem spitzen Winkel rechts am Tor vorbei hob (51.). Die Partie setzte sich ausgeglichen fort. Symptomatisch für die Angriffsbemühungen der Gastgeber war eine Flanke von Burak Camoglu von rechts, die im Zentrum keinen Abnehmer fand (68.). Nur eine Minute später versuchte es Atakan Karazar aus der Distanz, doch auch sein Schuss strich übers Tor (69.). Die beste Möglichkeit verzeichnete Jonas Arweiler, der von der Strafraumgrenze knapp am rechten Pfosten vorbei zielte (74.). Und auch ein Pass in den Sechzehner von Massih Wassey, den Marius Schley in Richtung Tor lenkte, wurde Beute von Wellenreuther (83.).

Dortmund: Reckert - Camoglu, Mainka, Zimmermann, Dietz - Karazor, Hober - Wassey, Eberwein, Dieckmann (17. Arweiler) - Al Ghaddioui

Schalke: Wellenreuther - Pachonik, Uphoff, Dum, Olczyk - Schley, Dragon, Wagner, Bohnert (83. Plechaty) - Brömer, Sam (75. Boyamba)

Zuschauer: 3359

Chef-Trainer Jürgen Luginger war mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. „Wir haben von der ersten Minute an defensiv sehr gut gespielt, wenig zugelassen und waren gut organisiert“, lobte er. „Wir haben den BVB früh unter Druck gesetzt und es über 90 Minuten hervorragend gemacht.“ Gegen so eine spielstarke Dortmunder Mannschaft keine Selbstverständlichkeit. Zudem sei es seinem Team gelungen, Nadelstiche zu setzen. „Auch wir hatten ein paar gute Aktionen, aber in der zweiten Hälfte waren die Gastgeber stärker.“ Sein Team habe da das nötige Glück gehabt, das es sich aber auch erarbeitet habe. „Ich kann der Mannschaft nur gratulieren, sie hat ihre Leistung abgerufen und ist an ihre Grenzen gegangen.“

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