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22.12.2016

U23: Auf der Suche nach Konstanz

Im letzten Spiel vor der Winterpause, im Derby zeigte die U23 nochmal, was möglich sein kann. Bei Dortmunds Zweitvertretung, Tabellendritter in der Regionalliga, erkämpfte sich der S04 mit einer engagierten, starken Defensivleistung ein gutes 0:0. Wäre es immer so gelaufen, die Mannschaft stünde zum Jahreswechsel nicht auf Rang 14. Doch es haperte an der Konstanz.

Ein wenig scheint sich Geschichte zu wiederholen. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten lief das erste Halbjahr für die U23 nicht optimal, die Königsblauen überwinterten im Tabellenkeller. Das ist nun nicht anders: Platz 14, 21 Punkte – das sind die Zahlen nach 20 Partien. Damit stehen die Knappen einen Rang vor einem Abstiegsplatz (wobei Fortuna Düsseldorf auf Platz 15 zwei Punkte gesammelt, aber auch ein Spiel weniger absolviert hat).

„Wir haben gewusst, dass es mit so vielen jungen Spielern nicht leicht wird“, sagt Chef-Trainer Jürgen Luginger. „Doch wir hatten trotzdem gehofft, dass wir mehr Punkte holen würden.“ Es sei auch durchaus möglich gewesen vier, fünf Zähler mehr einzufahren, betont der Fußballlehrer und verweist auf die Duelle, in denen sein Team kurz vor Schluss noch einen Gegentreffer hinnehmen musste. Kurzum: „Die Konstanz hat uns gefehlt“, erklärt der Trainer, „deshalb können wir mit der Punkteausbeute nicht ganz zufrieden sein.“

Gefehlt haben den Schalkern auch verletzte Spieler. Patryk Dragon etwa, laut Luginger „ein wichtiger Pfeiler“ der vergangenen Saison, fehlte komplett. Genau wie Sommer-Transfer Kevin Scheidhauer, der kein Spiel machen konnte. „Ihn hatten wir als erfahrenen Stürmer geholt“, sagt Luginger. „So ein Spieler hat uns gefehlt, das sieht man auch am Torverhältnis.“ 18 Tore erzielten die Blau-Weißen.

Gerald Asamoah ist U23-Manager

Ende November übernahm Gerald Asamoah das neugeschaffene Amt als Manager der Schalker U23. Damit ist er hauptverantwortlich für die Geschicke der königsblauen Zweitvertretung.

Positiv hebt der Trainer hervor, dass sich der „eine oder andere Spieler gut entwickelt hat“. Es seien „ein paar gute Jungs dabei“, sagt Luginger. „Das wird sich im zweiten Halbjahr noch stärker zeigen.“ Das wäre wichtig, denn dann gilt es anzugreifen. „Wir müssen jetzt im Winter konzentriert arbeiten“, erklärt der Coach. „Der zweite Teil der Saison wird schwierig werden“, ahnt er, „man sieht ja, wie eng die Liga im Mittelfeld ist.“ Das gilt aber auch mit Blick nach oben; Platz zehn etwa ist lediglich fünf Punkte entfernt. Und wenn sich Geschichte tatsächlich wiederholt, dann müsste es 2017 wieder aufwärts gehen – denn genauso verhielt es sich schließlich in den vergangenen beiden Jahren nach den jeweils schwachen ersten Saisonhälften auch.

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