Gazprom

11.03.2017

U23 unterliegt SC Wiedenbrück 1:2

Glückloser Auftritt der königsblauen U23: Im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück am Samstag (11.3.) unterlag die Elf von Chef-Trainer Jürgen Luginger mit 1:2. Die Gäste waren bereits im ersten Durchgang in Führung gegangen, doch Phil Neumann konnte den Vorsprung egalisieren und Schalke machte Druck. Umso bitterer, dass drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit der Wiedenbrücker Siegtreffer fiel.

Später Gegentreffer

Beide Mannschaften starteten recht ausgeglichen in die Partie, wobei die Schalker zu Beginn mehr Druck machten. Abgesehen von zwei Eckbällen für den S04 gab es jedoch in den Anfangsminuten keine echten Torraumszenen zu verzeichnen. Den ersten Torschuss verbuchten die Gäste nach zwölf Minuten, als Marvin Büyüksakarya aus der Distanz abzog, das Schalker Gehäuse aber deutlich verfehlte. Etwas später tankte sich Robin Twyrdy durch die komplette Hälfte der Königsblauen und legte quer auf den ebenfalls gestarteten Gökan Lekesiz, der Timon Wellenreuther jedoch nicht überwinden konnte (19.).

Anschließend setzte Büyüksakarya Lekesiz in Szene, der jedoch aus spitzem Winkel am Schalker Tor vorbeizielte (27.). Dann profitierte Wiedenbrück von einem Ballverlust des S04 im zentralen defensiven Mittelfeld: Pierre Merkel drang in den Strafraum der Knappen ein, legte links raus auf Lekesiz, der den Ball in die Maschen des Schalker drosch (38.). „Uns fehlte im ersten Durchgang der Zugriff im Mittelfeld“, erklärte Luginger. Zwar sei sein Team viel gelaufen, habe viel gekämpft, doch letztlich ohne Erfolg. „Wir hatten uns vorgenommen, ein Tor vorzulegen, doch ein grober Schnitzer lädt unseren Gegner zum 1:0 ein. Fortan mussten wir wieder hinterherlaufen.“

Druckvolle Schalker können die Partie nicht drehen

Im zweiten Durchgang gelang den Hausherren mehr. Luginger: „ Wir haben auf eine Raute im Mittelfeld umgestellt und dadurch ein Übergewicht entwickelt.“ Daraus entstanden auch Chance. Tobias Pachonik brachte eine Flanke von der rechten Seite in den Sechzehner des SCW, wo Kai Wagner einen Flugkopfball abgab, den Keeper Marcel Hölscher jedoch entschärfen konnte (50.). Kurz darauf gab Sascha Dum einen Distanzschuss aus halblinker Position ab, der jedoch zur Ecke abgefälscht wurde (55.). Die Gäste verlegten sich aufs Kontern und kamen durch einen solchen Vorstoß vor das Tor von Timon Wellenreuther. Merkel trieb den Ball über rechte nach vorne und flankte auf den eingewechselten Peterson Chato, der mit seinem Kopfball das Schalker Tor jedoch verfehlte (58.).  Anschließend suchte Dum mit einem langen Diagonalball Pachonik, der die Kugel gut kontrollierte und eine Flanke schlug. Diese verwertete Phil Neumann im Zentrum lauernd zum Schalker Ausgleich (65.).

Schalke: Wellenreuther - Pachonik, Uphoff, Neumann (79. Bitter), Dum - Plechaty (62. Mauersberger), Schley, Wagner, Klingenburg - Faletar (62. Brömer), Krohne

Wiedenbrück: Hölscher - Büyüksakarya, Twyrdy, Wolff, Spinrath - Batarilo-Cerdic, Strickmann (46. Chato), Stojanovic (84. Brinkmann) - Merkel (64. Latkowski), Lekesiz

Tore: 0:1 Lekesiz (38.), 1:1 Neumann (65.), 1:2 Batarilo-Cerdic (87.)

Wenig später gab es zweimal Aluminium für Schalke. Zweimal brachte Wagner eine Ecke von der rechten Seite herein (72.), zunächst köpfte Tjorben Uphoff an den rechten Pfosten, dann traf Rogier Krohne ebenfalls per Kopf die Latte. Kurz darauf strich ein Schuss von Mike Brömer ganz knapp am linken Pfosten vorbei (80.). Doch dann wieder ein schneller Vorstoß der Gäste. Paterson Chato setzte sich auf links durch und bediente Stipe Batarilo-Cerdic, der aus kurzer Distanz das 2:1 für die Gäste erzielte (87.). „So kurz vor Schluss darf man bei allem Willen, selbst das zweite Tor zu erzielen, nicht so offen stehen“, ärgerte sich Luginger. „Man muss sich cleverer verhalten und ein 1:1 mit nach Hause nehmen. Für uns ist es natürlich eine schwierige Situation. Mit drei Punkten wären wir wieder mittendrin gewesen. So werden die Spiele natürlich weniger. Wir müssen jetzt den Kopf hochnehmen. Nächste Woche kann es beim Bonner SC wieder anders aussehen.“

Tags: U23, Phil Neumann