Gazprom

14.05.2017

U17 gewinnt Derby und steht im Finale

Die U17 steht im Endspiel des Westfalenpokals. Mit einem 2:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund sicherte sich das Team von Chef-Trainer Stephan Schmidt am Sonntag (14.5.) das Finalticket. Die Tore für den S04 erzielten Jan Wellers (4.) und Phil Beckhoff (38.). Nun wartet der Hombrucher SV, der sich im Hablfinale gegen den VfL Bochum durchgesetzt hat, als Endspielgegner.

Zwei Schalker Treffer zur Pausenführung

Die U17 erwischte gegen den BVB einen Einstand nach Maß. Es dauerte gerade einmal vier Minuten, bis es zum ersten Mal im Gehäuse der Gäste klingelte. Nach einer Flanke von der linken Seite zog Wellers volley von der Strafraumgrenze ab und brachte die Kugel im Tor der Dortmunder unter. Schalke behielt die Oberhand, ließ den Ball gut laufen und gab den Gästen wenig Räume, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Nach einem guten Angriff über links traf Umut Yildiz aus halblinker Position den rechten Pfosten (13.). Auf der Gegenseite gab es die erste gute Möglichkeit nach einer Standardsituation. Florian Rausch brachte einen Freistoß von links in den Schalker Strafraum, wo Marco Ehrmann zum Kopfball in die Höhe stieg, das Tor jedoch verfehlte (14.).

Anschließend gab es eine längere Behandlungspause nach einer Verletzung des Dortmunders Tobias Mißner, der in der Folge ausgewechselt werden musste. Danach war die Partie ein wenig zerfahrener, doch kurz vor der Pause gewann das Spiel der Knappen wieder an Zielstrebigkeit und Tempo. Nach einer Flanke von der rechten Seite legte Hannes Göring per Kopf auf Yilmaz ab, der aus fünf Metern abzog, doch Keeper Lucien Hawryluk parierte (37.). Besser lief es eine Minute später, als der S04 sich erneut gut durchsetzte. Beckhoff bewies ein gutes Augenmaß und spitzelte den Ball rechts aus dem Sechzehner am Keeper vorbei flach ins lange Eck (38.).

Nach Platzverweis für den S04 wird es nochmal spannend

Im zweiten Durchgang ließen die Knappen es zunächst etwas ruhiger angehen, ließen den Gegner kommen, verteidigten clever und versuchten, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Doch dann verwies Schiedsrichter Andre Reinike Beckhoff des Feldes. „Mit diesem Platzverweis kann man einfach nicht einverstanden sein“, sagte Schmidt. „Phil hat nur mit dem Schiedsrichter geprochen. Dass wir dann gegen eine starke Dortmunder Mannschaft in Unterzahl noch in Bedrängnis geraten, ist klar.“ Denn der BVB verstand es, die Überzahl für sich zu nutzen. Die erste dicke Chance verbuchte der eingewechselte Ramzi Ferjani, der aus ganz kurzer Distanz zum Abschluss kam, doch Yannic Lenze hielt klasse (64.).

Schalke: Lenze - Smolinski (24. Wieschhaus), Haferkorn, Göring, Riemer - Wellers, Ahrend, Mercan (71. Haubrock), Yildiz (80.+1 Hempel) - Beckhoff, Yilmaz (67. Gudra)

Tore: 1:0 Wellers (4.), 2:0 Beckhoff (38.), 2:1 Ferjani (78.)

Rote Karte: Beckhoff (58.)

Das Nachsehen hatte der Schalker Keeper kurze Zeit später, als Ferjani alleine aufs Schalker Tor zumarschierte und den Ball flach rechts in den Maschen des Schalker Tores versenkte (78.). In den Schlussminuten ließ Königsblau dann aber nichts mehr anbrennen. „Ich denke, es war ein absolut verdienter Sieg“, resümierte Schmidt. „Insbesondere in der ersten Halbzeit waren wir die klar tonangebende Mannschaft und hatten noch mehr Chancen, das Ergebnis zu erhöhen.“ Mit der Schiedsrichterleistung war der Trainer nicht ganz einverstanden. „Es gab einige Entscheidungen gegen uns. Wäre diese Karte nicht gekommen, hätten wir das Spiel sicherlich deutlicher gestaltet.“