Gazprom

20.08.2017

U23: Punkteteilung mit dem SV Lippstadt

Bitteres Unentschieden für die königsblaue U23. Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit lag das Team von Chef-Trainer Onur Cinel am Sonntag (20.8.) in der VELTINS-Arena durch einen Treffer von Rene Klingenburg in Führung. Doch dann verwandelten die Gäste aus Lippstadt einen direkten Freistoß, Schiedsrichter David Henning pfiff ab und der S04 musste sich mit einem Punkt begnügen.

Gäste verbuchen die besseren Chancen

In den Reihen der Schalker sammelte Breel Embolo über 90 Minuten Spielpraxis. Der S04 startete sehr engagiert in die Partie und hatte schnell die Oberhand in Sachen Ballbesitz, so dass sich viel in der Lippstädter Hälfte abspielte. Allerdings fehlte den Schalkern im letzten Drittel die nötige Konsequenz, um in den gegnerischen Strafraum einzudringen und dort für Gefahr zu sorgen. Nach einer knappen Viertelstunde musste S04-Keeper Denis Wieszolek zum ersten Mal gegen Felix Bechtold eingreifen, der Ball sprang dem Lippstädter jedoch wieder vor die Füße und Marius Schley rettete die Situation, indem er sich in den Schuss warf (13.). Anschließend schlug Giacomo Serrone eine Flanke in den Schalker Strafraum, wo Robin Hoffmann volley übers Tor zielte (17.).

In der nächsten Szene zog Serrone von rechts ab, aber Wieszolek war auf dem Posten (25.). Dann drang Tobias Puhl über links in den Sechzehner ein und scheiterte aus kurzer Distanz an Wieszolek (30.). Auf der anderen Seite fasste sich Patryk Dragon ein Herz, doch sein Distanzschuss strich knapp übers Tor (32.). Ein ähnliches Bild bot sich kurz darauf, als auch Alper Ademoglu mit einem Fernschuss das Gehäuse verfehlte (34.).

Schalker Führung und Last-Minute-Ausgleich

Im zweiten Durchgang setzte erneut Lippstadt das erste Ausrufezeichen. Wieder war es Hoffmann, der sogar zweimal zum Abschluss kam, aber beide Male warf sich ein Schalker Verteidiger aufopferungsvoll in den Schuss (48.). Fortan kämpften sich die Königsblauen besser in die Partie. Marius Schleys Distanzschuss wurde zur Ecke abgefälscht (50.). Auch Muhamed Alawie versuchte es aus einiger Entfernung. Sein Abschluss ging links vorbei (55.). Die bis dato dickste Möglichkeit verbuchte Embolo mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der gegen die Latte prallte (62.). Mehr Erfolg hatte Rene Klingenburg, bei dem der Ball nach einem Klärungsversuch der Lippstädter landete. Er behielt die Ruhe und versenkte die Kugel mit einem satten Strahl aus 20 Metern im Tor der Gäste (62.).

Schalke: Wieszolek - Bitter, Schley, Weber, Carls - Dragon - Embolo, Ademoglu (56. Ciganiks), Klingenburg, Budimbu (66. Grinbergs) - Alawie (82. Strifler)

Tor: 1:0 Klingenburg (68.)

Zuschauer: 1543

Der S04 blieb am Drücker. Wieder war es Alawie, der aus zehn Metern an Keeper Balkenhoff scheiterte (76.). Die Zeichen standen auf Sieg, doch in der dritten Minute der Nachspielzeit bekamen die Gäste einen Freistoß halblinks vor dem Schalker Strafraum zugesprochen. Robin Hoffmann legte sich den Ball zurecht und verwandelte. „Wenn man in der allerletzten Sekunde einen Freistoßtreffer gegen sich bekommt, ist das natürlich extrem ärgerlich“ resümierte Chef-Trainer Onur Cinel. „Wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir 80 bis 85 Prozent Ballbesitz, schlagen aber zu wenig Profit daraus. Wir hatte vielleicht drei bis vier wirklich gute Chancen.“ In beiden Halbzeiten seien die Lippstädter mehrfach nach Kontern frei vor dem Schalker Tor aufgetaucht. „Denis Wieszolek hat uns in diesen Situationen die Null gehalten. Da muss normalerweise schon ein Treffer für Lippstadt fallen.“ Das Schalker Tor sei jedoch zu dem Zeitpunkt auch verdient gewesen. Fürs nächste Spiel gelte es, an einigen Stellschrauben zu drehen: „Unsere Staffelung ist super, aber wir müssen noch zielstrebiger werden, noch öfter reinflanken und aufs Tor schießen. Zudem müssen wir eine gute Balance finden, Angriffe zu starten, aber gleichzeitig auch abzusichern.“