Gazprom

01.09.2017

U23: Deutliche Steigerung, aber keine Tore in Rheine

Beim 0:0 bei Eintracht Rheine verbuchte die königsblaue U23 am Freitagabend (1.9.) eine deutliche Leistungssteigerung, konnte sich jedoch nicht mit Toren belohnen. Dennoch war Chef-Trainer Onur Cinel mit dem Auftritt seiner Elf sehr zufrieden. „Das war bislang unsere mit Abstand beste Saisonleistung“, erklärte er.

Dominante Schalker verpassen die Führung

Gegen sehr tief stehende Gastgeber traten die Knappen von der ersten Minute an sehr souverän auf und fanden gute Lösungen gegen den Defensivverbund von Eintracht Rheine. Die Platzherren standen tief im 4-4-2 und spielten Mittelfeld- bzw. Abwehrpressing, da die Schalker sie sehr tief in die eigene Hälfte drängten. Bereits nach sechs Minuten gab Patryk Dragon den ersten Warnschuss ab, der jedoch über das Gehäuse der Eintracht strich. Etwas später war es Arnold Budimbu, der nach einem Konter die Schalker Führung verpasste (16.). Auch Rene Klingenburg verfehlte mit einem Schuss aus rund fünf Metern das gegnerische Tor (20.).

Den ersten Torschuss verbuchte Rheine nach einem Freistoß, den Keeper Denis Wieszolek jedoch abfangen konnte (22.). Auf der anderen Seite verfehlte Muhamed Alawie das Gehäuse ganz knapp (28.) und nach einem stark geschossenen Freistoß von Sandro Plechaty parierte Eintracht-Keeper Philipp Hinkerohe hervorragend (35.). Kurz darauf war es erneut Plechaty, der völlig frei zum Abschluss kam, aber ebenfalls über das Tor zielte (38.). Und so ging es torlos in die Pause.

Noch stärkerer zweiter Durchgang bringt keine Tore

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild, wobei der S04 noch etwas dominanter war. Normalerweise vermeide er dieses Wort, sagte Cinel nach dem Schlusspfiff, doch diesmal sei es angemessen, zumal neben dem offensiven und defensiven Ballbesitzspiel auch das Umschaltverhalten gestimmt habe und sich seine Mannschaft nicht nur hundert- sondern sogar tausendprozentige Chancen herausgespielt habe. „Es lag diesmal nicht am vorletzten, oder letzten Pass“, erklärte er, „sondern einzig am Abschluss.“ Der Killerinstinkt habe gefehlt.

Schalke: Wieszolek - Bitter, Schley, Karakas, Carls - Budimbu, Dragon, Strifler, Plechaty - Alawie, Klingenburg

Zuschauer: 830

„Hätten wir eine unserer Möglichkeiten verwerten können, hätten sich eine andere Situation und ein anderes Selbstbewusstsein entwickelt“, analysierte der Trainer. „Dennoch war es ein großer Sprung im Defensiv- und im Offensivverhalten gegenüber dem Spiel in Hamm.“ Fortschritte waren deutlich erkennbar. Rheine hatte keine echte Chance aus dem Spiel heraus, Alawie, Plechaty und Budimbu dagegen auch im zweiten Durchgang noch dicke Möglichkeiten. „Es ist gut für den Kopf, gegen einen tief stehenden Gegner zu so vielen guten Möglichkeiten zu kommen. Es liegt nur an uns, diese zu verwerten.“ Und das soll bereits am kommenden Sonntag (10.9.) im Spiel bei der Zweitvertretung des SC Paderborn 07 gelingen. Zuvor bestreiten die Schalker jedoch noch ein Testspiel und zwar bereits am Samstag (2.9., 15.30 Uhr) bei Chemie Leipzig.