Gazprom

05.11.2017

U23 verliert 0:2 gegen Westfalia Herne

Heimniederlage für die U23: Am Sonntag (5.11.) musste sich der S04 auf heimischem Boden Westfalia Herne mit 0:2 geschlagen geben. Die Gäste kamen gegen die feldüberlegenen Gastgeber nach zwei Standards zum Torerfolg. Trotz der Schlappe bleiben die Königsblauen weiterhin Tabellendritter.

S04 fehlt finaler Pass, Herne nutzt Standard

Schalke, das kurzfristig auf den erkrankten Rene Klingenburg verzichten musste, hatte von Beginn an mehr Spielanteile und war darauf aus, den vierten Heimsieg in Folge gegen physische und aggressive Gäste für sich zu verbuchen. Vornehmlich über die rechte Seite rollten immer wieder die ansehnlichen Angriffe der Knappen in den ersten 20 Minuten, doch in diesen Aktionen machte sich früh das Manko dieses Tages bemerkbar: „Wir kommen gefühlt 16-mal über den Flügel durch, doch der finale Pass ins Zentrum zum Mann, der fehlte“, erklärte Chef-Trainer Onur Cinel. „Wir müssen die Chancen klarer ausspielen und zu Abschlüssen kommen.“ So blieb es bei Schüssen von Muhamed Alawie (16.), Filip Faletar und wieder Alawie im Nachsetzen (40.).

Die Herner indes spielte eine ihrer Stärken aus: die Standards. Das war für Cinel der zweite entscheidende Punkt an diesem Nachmittag. „Wir wussten, dass sie hier stark sind und viele Treffer erzielen.“ In der Körperlichkeit, der Abgezocktheit bei diesen Situationen sehe man eben noch den kleinen Unterschied zwischen einer U23- und einer Männermannschaft, daraus müsse man nun lernen – besonders schmerzlich zeigte sich das in der 21. Minute. S04-Keeper Denis Wieszolek klärte einen Schuss von Fatlum Zaskoku ins Toraus (20.). Die folgende Ecke segelte in die Box, niemand erreichte die Kugel und aus dem Getümmel schoss Philipp Rößler zum 1:0 ein.

Westfalia entscheidet das Spiel nach Standardsituation

Nach dem Seitenwechsel wurden die Abschlüsse weniger. Westfalia verteidigte ihre Führung, die Schalker, bei denen Torwart Wieszolek mit Schulterproblemen in der Kabine blieb, rannte an, ohne aber die entscheidende Lücke zu finden. Alper Ademoglu (53.) und Andrejs Ciganiks (67.) feuerten Versuche ab, die den Kasten jedoch knapp verfehlten. Die Gäste indes nutzten ihre einzige wirkliche offensive Szene, einen Standard. Einen Freistoß aus zentraler Position führten sie schnell aus und der eingewechselte Robin Klaas setzte den Ball aus der Distanz flach ins Netz (75.). Es sollte die Entscheidung sein.

Schalke: Wieszolek (46. Ahlers) - Bitter, Weber, Karakas, Carls - Budimbu, Dragon, Faletar (65. Grinbergs), Ciganiks - Alawie (74. Zahn), Ademoglu
Herne: Altin - Rößler, Temme, Teichmöller (27. Haar), Mützel - Legat, Thier, Dzaferoski (49. Klaas), Zaskoku - Kühn, Onucka (78. Demiroglu)
Tore: 0:1 Rößler (21.), 0:2 Klaas (75.)
Zuschauer: 499

In der Schlussphase passierte nicht mehr viel im Schatten der VELTINS-Arena. Schalke hatte weiterhin den Ball, ein Treffer war der Cinel-Elf jedoch nicht mehr vergönnt. „Die Bereitschaft heute war gut, auch die Art und Weise, wie wir ins letzte Drittel kommen und uns Möglichkeiten kreieren“, resümierte der Coach. „Die letzten Pässe waren aber schlampig, sie müssen wir genauer und klarer spielen.“ Außerdem gelte es, gegen solch robuste Teams noch körperlicher zu agieren. „Doch die Art und Weise hat mir heute trotzdem gefallen. Die Niederlage war jetzt ein kleiner Dämpfer, aber wir sind immer noch auf einem guten Weg.“